Wie?

Wir als linker Jugendverband fordern dich auf, gemeinsam mit uns die Verhältnisse in Sachsen zum Tanzen zu bringen! Das wollen wir nicht nur auf der Straße, im Wohnzimmer oder im Netz, sondern auch im Parlament. Unsere Vorstellungen für eine solidarische, emanzipatorische und freie Gesellschaft haben wir in unser Landesjugendwahlprogramm geschrieben, schau doch mal rein! Einen kurzen Überblick über unsere Verbesserungs- und Gestaltungsvorschläge für ein schöneres Sachsen findest du auf dieser Seite. Das komplette Programm findest du hier.

 Das sind unsere Themen:
Mitbestimmung & Demokratie / Bildung & Schule / Hochschulpolitik / 
Inklusion / Feminismus & Gender / Laizismus / Kulturpolitik / 
Faulheit & Arbeit / Umweltpolitik / Stadtentwicklung /Antirassismus / 
Antifa / Freiheitsrechte / Drogenpolitik

Mitbestimmung und Demokratie

..

Where is my vote, where is my voice?
Alle Menschen, die von Entscheidungen betroffen sind, müssen auch in diese einbezogen werden. Egal ob in der KiTa, der (Hoch)schule, dem Kiez oder im Betrieb. Egal wie alt man ist oder wo man herkommt. Unser Ziel ist zudem eine umgekehrte Informationspflicht. Statt nachfragen zu müssen, muss informiert werden und eine Veränderung in den Entscheidungen möglich sein – und zwar für alle! Wir fordern:
  •  Die Senkung von Quoren für direktdemokratische Entscheidungen
  •  Eine stärkere Jugendbeteiligung in den Parlamenten und Räten
  •  Die Möglichkeit, dass für Begehren, Entscheide und Petitionen auch wirksam online Unterschriften gesammelt werden können
  •  Das Wahlrecht für alle Menschen mit Lebensmittelpunkt im Wahlgebiet
  •  Die Einführung einer Demokratiebilanz
Bildung und Schule

Bildung_klein

Eine Schule für alle

Schulen sollen eine Institution werden, die Wissensvermittlung, Kompetenzförderung und Persönlichkeitsentwicklung vereinigt – und das nicht mit autoritären Methoden, Zwang oder einseitigen Bewertungsmaßnahmen. Schule muss Spaß machen und von allen aktiv gestaltet werden. Wir wollen, dass die Schule denen gehört, die drin lernen – und dass diese selbst entscheiden können, wie sie lernen wollen. Wir fordern:
  •  Inklusive Bildung und Abschaffung sogenannter Förderschulen
  •  Gemeinsames Lernen bis zur 10. Klasse in wohnortnahen Bildungszentren
  •  Bessere Betreuungsschlüssel
  •  Stärkere Beteiligung der Schüler_innen an der Erarbeitung der Lerninhalte
  •  Ersetzung der Noten durch alternative Bewertungskonzepte
  •  Abschaffung der Anwesenheitspflicht
  •  Kostenloses Schüler_innen-Ticket
  •  Keine Bundeswehr an Schulen
Hochschulpolitik

Hochschulpolitik_klein

Die demokratische Hochschule – für studentische Selbstorganisation!

Hochschulen gehören in die Hand von Studierenden, Lehrenden und Mitarbeiter_innen und brauchen ausreichend finanzielle Mittel. Bildungsökonomisierung, verstärktes Dienstleistungsdenken und die Einschränkung ‚unrentabler‘ Wissenschaftszweige lehnen wir ab. Wir fordern ein Studium für alle, die das möchten – unabhängig vom Geldbeutel, Alter oder Abschluss. Wir fordern:
  • Einen offenen und kostenfreien Zugang zu allen Hochschulen
  • Elternunabhängige Ausbildungsförderung
  •  Keine Privatisierung der Hochschulen und keine Stiftungsuniversitäten
  •  Auflösung klassischer Rollenverständnisse in wissenschaftlichen Disziplinen
  •  Förderung von Frauen in der akademischen Laufbahn
  •  Gute Vereinbarkeit von Studium und eigener Lebenswirklichkeit
  •  Zivilklausel für alle Hochschulen
Inklusionspolitik      

Inklusion_klein

Normen abschaffen – Individualität als Recht!

Viele Menschen werden wegen ihrer sogenannten „Behinderung“ an den Rand gedrängt und ausgeschlossen. Wir wollen
nicht, dass sich irgendwer an gesellschaftliche Normen anpassen muss, die scheinbar „normal“ sind. Wir fordern die Teilhabe für alle Menschen an allen gesellschaftlichen Prozessen, egal welche „Beeinträchtigung“ diese haben.
Wir fordern:
  •  Individualität statt Normierung
  •  Sensibilisierung für Lebenslagen
  •  Enthinderung und Teilhabe
  •  Empowerment: die Ermächtigung, ein selbstbestimmtes Leben führen zu können
  •  barrierefreies Bauen und die Teilhabe für alle
  •  die Auflösung von Förderschulen und die Schaffung von Inklusiven Schulen für alle
Feminsmus und Gender

Feminismus_klein

Für die Selbstbestimmung!

Wir haben keinen Bock darauf, dass Menschen bestimmte Eigenschaften zugeschrieben bekommen, weil sie vermeintlich das eine oder andere Geschlecht haben. Auch akzeptieren wir nicht, warum eine Liebesform vom Staat toleriert und gefördert wird, andere wiederum nicht. Liebe und Geschlecht darf keine gesetzlichen und gesellschaftlichen Einschränkungen oder Unterschiede haben!
Wir fordern:
  •  Einkommensgerechtigkeit zwischen allen Menschen
  •  Quoten in Gremien und Führungspositionen
  •  Adoptionsrecht für homosexuelle Paare
  •  Abschaffung der Eheprivilegien
  •  Die Überwindung von Geschlechterklischees
  •  Loslösung vom Konzept der Zweigeschlechtlichkeit
  •  Überwindung aller Formen von Sexismus, Homophobie,Transphobie und Lookismus
  •  Schutzräume auf Partys
Laizismus

Laizismus_klein

Leben wie Gott in Frankreich

Religionsfreiheit bedeutet die Freiheit, die eigene Religion frei wählen zu können, aber auch die Freiheit, genau das bleiben zu lassen. Religionsgemeinschaften sollten ihre Angelegenheiten frei regeln können. Der Staat muss dabei auch so frei sein, den Bürger_innen keine Religion vorzugeben oder zu bevorzugen. Daher fordern wir die konsequente Trennung von Kirche und Staat! Wir fordern:
  •  Abschaffung des Tanzverbots an kirchlichen Feiertagen
  •  Ende der Kirchenfinanzierung durch den Staat.
  •  Kirchenmitglied kann man nur auf eigenen Wunsch werden und nicht durch Entscheidung anderer wie bei der Taufe
  •  Gleiches Arbeitsrecht, Streikberechtigung und Diskriminierungsschutz für Kirchenangestellte
  •  Einstellung jeder staatlichen Unterstützung für religiöse Projekte, wenn diese bestimmte Vorgaben nicht erfüllen
Kulturpolitik

Kulturpolitik_klein

Seifenoper und Oper nicht gegeneinander ausspielen

Wir wollen eine Kulturpolitik, die in erster Linie Menschen dazu befähigt, sich aktiv in der Gesellschaft einzubringen.
Theater spielen, in einer Band schrammeln oder Hip-Hop-Tracks aufnehmen sind genauso kulturell wertvoll wie der
Cello-Unterricht des Professor_innen-Kindes. Wir fordern daher die Anerkennung und Förderung aller
(Jugend)Kulturen! Wir fordern:
  •  Erhalt und massiven Ausbau von soziokulturellen Zentren
  •  Alternativen Kulturetat in den Gemeinden für junge und freie Theater, Clubs, Kinos usw.
  •  Entkriminalisierung und Akzeptanz von Jugendsubkulturen
  •  Kostenlosen Zugang zu Einrichtungen wie Zoos, Museen, Kultureinrichtungen für Kinder und Jugendliche
  •  Flächendeckende Errichtung von legalen Graffitiflächen
  •  Kostenlos verfügbare Freiflächen
Faulheit und Arbeit

Arbeit_klein

Arbeit im Kapitalismus? Das kann keinen Spaß machen!

Immer mehr wird mit immer weniger Aufwand produziert. Aber: einige Menschen müssen immer mehr und immer länger arbeiten, andere finden keinen Job und sind der Repressionsmaschine „Arbeitsamt“ ausgesetzt. Billigjobs und Leiharbeit werden zur Regel. Wir wollen einen echten
Mindestlohn (auch für junge Leute) und langfristig die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommen. Wir fordern:
  •  Ganz abstrakt: das Ende des Erwerbsarbeitszwangs!
  •  Progressive Besteuerung aller privaten Einkommensarten und Erhöhung der Spitzensteuersätze
  •  Einführung von zwangsfreien Teilzeitmodellen mit entsprechendem Lohnausgleich
  •  Mindeststandards in Sachsen, überall dort wo der Staat seine Finger im Spiel hat
  •  Einführung eines existenzsichernden, bedingungslosen Grundeinkommens
  •  Gleichen Lohn für gleiche Arbeit
Umweltpolitik

Umwelt_klein

Biokartoffel statt Gentomate!

Wir haben keinen Bock auf Produktion im Überfluss, Energieverschwendung, Artensterben und eine instabile Biosphäre. Wir wollen gesunde Lebensmittel, ohne Gentechnik und Antibiotikarückständen. Wir wollen eine zukunftsfähige Energieversorgung die dezentral, also vor Ort mit erneuerbaren Stromquellen produziert wird und den Ausstieg aus der Braunkohlevertromung. Wir fordern:
  •  Rückführung des Energiesektors in öffentliche Hand
  •  Aufbau einer dezentralen Energieversorgung und die Nutzung von erneuerbaren Energien
  •  Ausstieg aus der Braunkohle
  •  Klare Grenzwerte für den Ausstoß von CO2
  •  Staatliche Förderung von ökologischer Landwirtschaft
  •  Keine Gentechnik in der Landwirtschaft
  •  Einstellung von Massentierhaltung
Stadtentwicklung 

Stadtentwicklung_klein

Recht auf Stadt – auch auf dem Land!

„Bedrohlich, perspektivlos, arm“ – so lässt sich eine Vielzahl von Gemeinden in Sachsen beschreiben. Das wollen wir ändern. Gleichzeitig dürfen wir nicht zulassen, dass in Leipzig und Dresden nur noch besser verdienende Menschen ein attraktives Wohnumfeld genießen können. Wir wollen, dass man die Freiheit, die kürzeren Wege und Clubkulturen der Stadt auch in den Dörfern erleben kann. Wir wollen Urbanität für alle – überall! Wir fordern:
  •  Stärkung von alternativen Jugendclubs und Initiativen vor allem im ländlichen Raum
  •  Örtliche Schulzentren
  •  Regelmäßige (fahrscheinfreie) ÖPNV-Verbindungen, auch abends und in der Nacht
  •  Sozialen Wohnungsbau
  •  Einführung von Erhaltungssatzungen für den Milieuschutz in Wohngebieten
  •  Tempo-30-Zonen in Wohngebieten und dortigen Hauptstraßen
  •  Flächendeckende Radfahrspuren und Wege
  •  Autofreie Tage
Antirassismus 

Antirassismus_klein

Mensch sein – grenzenlos!

Rassismus ist traditionell eine Ideologie, die Menschen aufgrund äußerer Merkmale bestimmte Eigenschaften zuspricht. Heute wird die Einwanderung von spezifisch qualifizierten Menschen als Arbeitskräfte zugelassen, während für den Verwertungsprozess“ nicht „verwendbare“ Menschen nur unter bestimmten Umständen aufgenommen werden. Darauf haben wir kein Bock. Wir wollen das Bleiberecht für Alle! Wir fordern:
  •  Bleiberecht für alle
  •  Wirtschafts- und Handelspolitik, die konsequent auf die Bekämpfung von Armut, Hunger und Unterentwicklung als Hauptursachen für Flucht setzt
  •  Anerkennung geschlechtsspezifischer Verfolgung als Asylgrund
  •  Abschaffung aller Regelungen, die Migrant_innen diskriminieren: Asylbewerberleistungsgesetz, Residenzpflicht, Wohnheimunterbringung, nachrangiger Arbeitsmarktzugang usw.
Antifaschismus

Antifa_klein

Auf allen Ebenen gegen menschenfeindliche Ideologien!

Der Freistaat Sachsen hat in den letzten Jahren immer wieder gezeigt, das er im Grunde kein Interesse an der Bekämpfung von Naziideologien und National-Befreiten-Zonen hat. Im Gegenteil. Antifaschistisches Engagement wird aktiv bekämpft und kriminalisiert, während Nazis in dieser Gesellschaft ein emanzipatorisches Leben für alle verunmöglichen. Das wollen wir ändern! Wir fordern:
  •  Ressentiments kritisch entgegenarbeiten
  •  Intensive Unterstützung antifaschistischer Projekte
  •  Nicht nur den Nazismus bekämpfen, sondern auch allen diskriminierenden und ausgrenzenden Denkmuster und Einstellungen wie Nationalismus, Antisemitismus, Rassismus & Sexismus
  •  Auf allen Ebenen kritische Auseinandersetzung mit nazistischen Ideologien
  •  Abschaffung der „Extremismusklausel“
Freiheitsrechte und Demokratie

Demokratie_klein

Meine Freiheit, deine Freiheit…

Freiheit hieß früher: die Freiheit sexueller Erfahrungen, die Entfaltung der Persönlichkeit und eigenen Lebensentwürfen. Und Sicherheit war die Sicherheit der körperlichen Unversehrtheit. Heute verkommt Freiheit vor allem zur Freiheit des Markts und Sicherheit zur Sicherheit des Staats. Für uns ist das eine nicht akzeptable Situation und fordern das Recht auf informationelle Selbstbestimmung! Wir fordern:
  •  Verbot von Datenanhäufungen in kommerziellen Unternehmen
  •  Keine Kriminalisierung privaten Datenaustauschs
  •  Rückbau der Videoüberwachung öffentlicher Plätze
  •  Keine Einschränkungen des Versammlungsrechts
  •  Stärkung der Datenschutzbeauftragten öffentlicher Behörden
  •  Kennzeichnungspflicht für Polizist_innen mit Klarnamen
  •  Ausgliederung des Kommissariats für interne Ermittlungen aus der Polizei
Drogenpolitik

Drogen_klein

Rausch ohne Reue!

Beim Thema Drogen steht der Staat oft recht hilflos da – und versteckt sich hinter einem pauschalen Verbot diverser Substanzen. Wir wollen nicht, dass der Staat den Menschen vorschreibt, was sie konsumieren. Deshalb stehen wir auch bei diesem Thema für Selbstbestimmung und fordern mehr Aufklärung über die Wirkungen von Drogen und die Sicherstellung von kosten- und repressionsfreien Untersuchungsangeboten
für die eigenen Substanzen. Wir fordern:
  •  Lizenzierte Abgabemodelle mit Beratungspflicht
  •  Nutzbarmachung vieler bisher ausgeschlossener Substanzen für medizinische und therapeutische Zwecke
  •  Medizinische Aufklärung vor Konsum durch medizinisches Fachpersonal
  •  Landesweit Drogenkonsumräume ermöglichen
  •  Drug-Checking an Konsumorten oder in Apotheken
  •  Langfristig die Legalisierung aller Drogen

nach oben